Nachtschwärmer werden sich schon gefragt haben, warum nun plötzlich die Seebeleuchtung am Stubenbergsee auch zur nachtschlafenden Zeit brennt. Der Grund ist ein ganz einfacher: Olympiateilnehmerin Eva Maria Gradwohl trainiert hier nächtens, um ihren Körper auf die Pekinger Zeit einzustellen.
Der Stubenbergsee war schon immer Trainingsstätte für viele Sportler. Ob Kanu, Schwimmen oder Laufen, das Seegelände eignet sich durch seine Größe hervorragend für Hobbysportler und Spitzenathleten. Auch Eva Maria Gradwohl, die in Baierdorf bei Anger, nur 12 km vom See entfernt wohnt, nützt immer, wenn sie zu Hause ist, den Radweg Anger-Stubenberg für ihr enormes Trainingspensum. Im Winter läuft sie bevorzugt direkt am See, da sie durch die Seebeleuchtung hier auch noch am Abend ihre Trainingskilometer herunterspulen kann. Speziell für sie schaltet nun die Gemeinde Stubenberg die Seebeleuchtung von 3 bis 6 Uhr morgens ein, denn so kann sie den 6-stündigen Zeitunterschied zu Peking ausgleichen.
Um die Trainingsstrecke von Eva Maria Gradwohl auch allen anderen Sportlern als Laufstrecke gut zugänglich zu machen, ist die „Eva Maria Gradwohl" Laufarena in Arbeit. Sie wird von Anger über den Stubenbergsee bis nach Herberstein führen und auf der Strecke nicht nur eine genaue Kilometrierung aufweisen, sondern auch Lauftipps der Olympiateilnehmerin. Fertigstellung ist im heurigen Frühherbst.
Übrigens, wenn Sie sich mit Eva Maria Gradwohl messen wollen, fahren Sie den Radweg mit durchschnittlich knapp 17 km/h. Mit dieser Geschwindigkeit ist sie ihren Österreich-Rekord beim Linzer Marathon gelaufen.
Foto: Seewald
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