Filialkirche in Blaindorf

Patrozinium Hl. Sebastian Hl. Rochus und Radegund

Die Filial- und Wallfahrtskirche zu den hl. Sebastian, Rochus und Radegund in Blaindorf wurde 1508 im spätgotischen Stil erbaut. „Am Vorabend der Reformation“ entstand hier unter dem Grundherrn Bernhardin von Herberstein ein Wallfahrtsort, der alle damaligen Nöte und Ängste der Bewohner dieser Region zusammenfasst: die vielen Kriege der überregionalen Politik, Unwetter und Seuchen – vor allem die Pest – all dem war man zur damaligen Zeit fast schutzlos ausgeliefert.
Die drei Glocken wurden 1946, 1948 und 1951 aus der Grazer Gusshütte Ernest Szabo bezogen.

Im Jahr 1693 erfolgte ein frühbarocker Umbau, verbunden mit der Neuausstattung des Inneren, wovon vor allem der Hochaltar aus der Hartberger Werkstätte Christoph Hofstetters besonders hervorzuheben ist. Das Hochaltarbild zeigt die Kirchenpatrone vor Maria mit dem Jesuskind, flankiert von den Statuen St. Radegund und Barbara. Im Auszug thront die Statue des hl. Florian, dessen Festtag am 4. Mai auch gegenwärtig noch viele Wallfahrer nach Blaindorf führt. Sein Bildnis befindet sich auch am frühbarocken Marienaltar, als Statue auf einer Wandkonsole sowie als Prozessionsfigur auf einer Tragstange. Besonders aber gedenkt man seiner auf einem Votivbild aus dem Jahr 1704, das an die wundersame Verschonung des Orts Großsteinbach im Zuge der Kuruzzenstürme erinnert.
Aus der Zeit um 1736 stammen Kanzel und rechter Seitenaltar, wo am Altarbild die hl. Familie und das Grab der hl. Rosalia (Pestpatronin) zu sehen sind. Die mächtige Wandfigur des Wetterpatrons Donatus ist ebenfalls besonders zu erwähnen wie das spätgotische Wandbild der Zwölfboten (Apostel). Die barocke Orgel kam erst 1908 nach Blaindorf. Sie wurde um 1750 erbaut und befand sich ursprünglich in der Grazer Altersheimkirche.

 

 

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