Kirche St.Stefan in Hofkirchen

Hl.Stefanus

Die Filial- und Wallfahrtskirche St. Stefan in Hofkirchen wurde bereits 1364 als adelige Stiftung erstmals urkundlich erwähnt und ist das einzige erhaltene Relikt des Herrenhofes an der Safen.
Der spätgotische Bau entstand erst 1501 und ist nach der Wallfahrtskirche Pöllauberg der bedeutendste spätmittelalterliche Kirchenbau der nördlichen Oststeiermark. Die 1771 hinzugefügte Sakristei und der Dachreiter von 1878 vervollständigen den heutigen Kirchenbau.
Das gegenwärtige Geläut besteht aus zwei Bronzeglocken, die 1949 in der Grazer Gusshütte Ernest Szabo gegossen wurden.

Nicht minder bedeutsam sind die Fresken aus der Bauzeit der Kirche, wobei das Weltgerichtsgemälde seitlich des Hochaltars das Hauptwerk darstellt. Die Wandmalereien im Langhaus werden teilweise durch die frühbarocke Ausstattung verdeckt. Hier wird auf die Kreuzigung Christi, das Pfingstwunder, die Georgslegende und Dreiheiligen Bezug genommen.
Der 1648 aufgestellte qualitätsvolle Hochaltar von Christoph Hofstätter aus Hartberg ist der älteste erhaltene frühbarocke Altarbau dieser Region. Das Hauptbild zeigt das Martyrium des hl. Stefanus, darüber befindet sich ein Marienbild. Die Statuen stellen Markus und Johannes Evangelist dar, darüber Katharina und Barbara, bekrönt von Florian, dem Patron vor Feuersgefahren.
Die Seitenaltäre wurden 1663 aufgestellt, links mit den Bildern Maria mit dem Jesuskind und Georg, rechts mit Sebastian und Rochus. Auf diese Weise werden die spätgotischen Wandbilder thematisch in frühbarocker Bildsprache fortgeschrieben. Die Orgel ist ein Werk des Grazer Orgelbauers Ludwig Greß und stammt aus dem Jahr 1803.

 

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