Pfarrkirche Pischelsdorf

Patrozinium Hl. Petrus und Hl.Paulus

Die Pfarrkirche zu den hl. Peter und Paul in Pischelsdorf ist neben der Stadtpfarrkirche Feldbach der größte Kirchenbau des Historismus in der Oststeiermark. Er wurde zwischen 1898 und 1902 nach Plänen des Grazer Architekten Johann Pascher erbaut. Von der 1205 erstmals urkundlich erwähnten Pfarrkirche hat sich nur das Turmuntergeschoß erhalten. Der Glockenturm ist mit 77 m der höchste Kirchturm der Oststeiermark und kann im Sommerhalbjahr am ersten und dritten Sonntag im Monat auch besichtigt werden. Von den vier Glocken hat sich eine aus dem Jahr 1787 von Sales Feltl aus Graz erhalten. Die größte und die kleinste Glocke stammen aus dem Jahr 1923 und wurden in der Stahlgusshütte Böhler in Kapfenberg gegossen, die zweitgrößte Glocke stammt aus dem Jahr 1956 und ist ein Werk der Gusshütte „Bochumer Verein“.

Die geräumige und hochaufragende Wandpfeilerkirche ist nicht nur wegen ihrer Architektur bemerkenswert, sondern auch des bedeutenden Nachhalles wegen eine akustische Besonderheit.

Während die spätbarocken Seitenaltäre mit den Altarbildern „Tod des hl. Josef“ und St. Florian, den Statuen Erhard und Patritz (links) sowie Johann und Paul aus der alten Kirche unverändert übernommen wurden, so fanden am Hochaltar von 1909 allein schon der Größe wegen nur die Schutzmantelmadonna, im Kern spätgotisch, die Dreifaltigkeitsgruppe, die Statuen der Kirchenpatrone und der Tabernakel einen neuen Platz. Die großen seitlichen Figuren stellen die Namenspatrone des Bauherrn der Kirche, Dechant Karl Borromäus Heiter (Karl Borromäus und Johann Nepomuk) dar. Die Kanzel, die Kirchenbänke und ein kleinerer Kreuzaltar stammen aus der Bauzeit der Kirche. Das Gehäuse der gegenwärtigen Orgel stammt aus dem Jahr 1913, als auch der Reigen der farbigen Kirchenfenster vollendet wurde. Die Orgel selbst ist nur noch teilweise ein Werk des Grazer Orgelbauers Konrad Hopferwieser aus dem Jahr 1913. Sie wurde in den Jahren 1941, 1954 bzw. 1992 grundlegend erweitert und besitzt 39 Register auf drei Manualen und Pedal.

Unmittelbar vor der Kirche, am Hauptplatz, befindet sich die Frauensäule, gestiftet 1664 von Johann Maximilian von Herberstein als Dank für den Sieg über die osmanischen Truppen bei Mogersdorf an der Raab. Zwischen Hauptplatz und Kirche haben sich noch zwei Gebäude des spätmittelalterlichen Taborgadens erhalten.

Pfarre Pischelsdorf
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