Pfarrkirche Stubenberg

Patrozinium Sankt Nikolaus

Die Pfarrkirche St. Nikolaus in Stubenberg wurde in den Jahren 1758 bis 1760 anstelle einer kleinen mittelalterlichen Kirche neu erbaut. Das Gebäude ist ein Werk des Grazer Baumeisters Joseph Hueber, dem Erbauer der Basilika Weizberg. Außen wie innen haben sich zahlreiche Grabsteine ortansässiger Adeliger aus den umliegenden Burgen und Schlössern erhalten. An der Südseite befindet sich der Rotmarmorstein, den Hans Eybenstock aus Salzburg für den 1454 verstorbenen Hanns Drachsler auf Neuhaus geschaffen hat.Die Pfarrkirche St. Nikolaus in Stubenberg wurde in den Jahren 1758 bis 1760 anstelle einer kleinen mittelalterlichen Kirche neu erbaut. Das Gebäude ist ein Werk des Grazer Baumeisters Joseph Hueber, dem Erbauer der Basilika Weizberg. Außen wie innen haben sich zahlreiche Grabsteine ortansässiger Adeliger aus den umliegenden Burgen und Schlössern erhalten. An der Südseite befindet sich der Rotmarmorstein, den Hans Eybenstock aus Salzburg für den 1454 verstorbenen Hanns Drachsler auf Neuhaus geschaffen hat.

Mit 16 Figuren, versammelt unter dem Kreuz Christi, hat sich Georg der Breite von Herberstein mit seiner Familie am großen Herberstein-Epitaph verewigt. Das figurenreichste Grabmal der Steiermark wurde 1612 von Anton Verda vollendet, 1856 jedoch in der heutigen Form neu aufgestellt.

Der barocke Glockenturm der Kirche wurde 1907 nach dem Vorbild von Pischelsdorf um eine neue hohe Turmspitze erweitert. Sie wurde, wie das Grabmal der Grafen Tacoli aus dem Jahr 1911 an der Ostseite der Kirche, von Johann Pascher geplant. Die fünf Bronzeglocken aus der Innsbrucker Gusshütte Grassmayr ergeben ein mächtiges Geläut, die größte Glocke wurde erst 1971 aufgezogen, die übrigen Glocken stammt aus dem Jahr 1949. Über dem Haupteingang befindet sich ein modernes Mosaik von Rudolf Huszar mit dem Bild des Kirchenpatrons.

Der helle dreijochige Innenraum ist ein treffliches Beispiel für eine spätbarocke oststeirische Landkirche und ein markanter Gegenpol zur frühbarocken Klosterkirche von St. Johann bei Herberstein. Aus der alten Kirche wurden 1760 neben dem Schalldeckel der Kanzel einige Statuen auf den Altären und vor allem das Maria-Himmelfahrtsbild von Johann Cyriak Hackhofer aus dem Jahr 1724 übernommen.

Seitenaltäre und Kanzel wurden erst 1842 angefertigt. Die Altarbilder St. Sebastian (bis 1786 eigene Bruderschaft) und Patritzius (Viehpatron) sind jedoch älter. Der Volksaltar wurde 1996 nach einem Entwurf von Werner Schimpel aufgestellt.

Der neobarocke Hochaltar wurde 1861 von Johann Rath aus Pöllau geschaffen. Altarbild (St. Nikolaus) und Tabernakel stammen jedoch aus der Bauzeit der Kirche. In der nördlichen Seitenkapelle befinden sich der Dreikönigsaltar und Bilder der Passion Christi. Die Orgel wurde 1834 von Stefan Just in Linz erbaut und befand sich bis 2003 in der Pfarrkirche Gaspoltshofen (OÖ). Die oberitalienische Werkstatt Francesco Zanin hat sie 2004 restauriert und hier in Stubenberg aufgestellt.

Im Kirchhof befinden sich das moderne Kriegerdenkmal mit Teilen eines älteren aus dem Jahr 1938, die Figur des hl. Bartholomäus, 2015 geschaffen von Peter Knoll, sowie am Ausgang zum Schulzentrum das Pestkreuz mit Nischenbildern von Adolf Osterider (Maria, Sebastian und Rochus).

Pfarre Stubenberg
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