Ulrichskirche am Külml

Hl. Ulrich

Im Gegensatz zum barocken Schloss Külml, dem ehemaligen Sommersitz des Chorherrenstiftes Pöllau, wurde die Ulrichskirche am Külml auf der Anhöhe des "Kleinen Kulms“ = Külml/Kümerl errichtet, vielleicht am Platz einer mittelalterlichen Wehranlage, von der sich aber nichts mehr erhalten hat. Auch wenn die Kirche noch aus der gotischen Zeit stammen soll, so ist der heutige Bau vor allem vom Umbau aus der Zeit um 1715 geprägt. Das dreijochige Langhaus mit spätbarocken Platzlgewölben, ähnlich jenen der Pfarrkirche Stubenberg, könnte gar erst um 1760 sein heutiges Aussehen erhalten haben.

Im kleinen Dachreiter hängt die Ulrichglocke aus dem Jahr 1959.

Hinter dem Orgelpositiv befindet sich das Monumentalgemälde der Schlacht am Lechfeld bei Augsburg, wo der hl. Ulrich 955 besonders wirkungsvoll aufgetreten ist. Dieses Bild ist das größte Werk des heimischen Künstlers Peter Stübinger.

Die heutige Kirchenausstattung ist eine Ansammlung von Versatzstücken, die ursprünglich für andere Kirchen geschaffen wurden, wie die teilweise erhaltenen frühbarocken Zierratstücke zeigen.

Der Hochaltar zeigt in der Mitte die Statue des hl. Ulrich, flankiert von Sebastian und Rochus und bekrönt vom Erzengel Michael. Der linke Seitenaltar zeigt das Bildnis Theresia vor Maria mit dem Jesukind, flankiert von den Statuen Isidor und Florian, der rechte Seitenaltar das Bildnis Maria mit dem Jesuskind, umgeben von Franz Xaver und Joachim. Die Orgel aus der Zeit um 1680 stammt aus der Nothelferkirche in Anger.

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