Wallfahrtskirche Maria Fieberbründl

Patrozinium Mariä Geburt

Mitten im Waldland des mittleren Feistritztals entstand im 19. Jahrhundert der Wallfahrtsort Maria Fieberbründl. Eine kleine Holzkapelle, bei der auch ein Einsiedler lebte, wurde bereits 1864 im Rahmen einer Stiftung erwähnt. Der Altarbereich der heutigen Kirche wurde 1879 nach Plänen von Robert Mikowicz errichtet. 1894 folgte nach Plänen von Heinrich Lötz die räumliche etwas abgesetzte Bethalle in ausgeprägten neoromanischen Formen. Im Zuge des Zusammenbaues beider Gebäudeteile zu einem Kirchenraum durch Architekt Karl Lebwohl wurde 1954 über dem eingefügten Transeptbau auch ein neuer Glockenturm aufgesetzt, der den Vorgängerbau über der Gnadenkapelle ersetzte.

Das dreistimmige Geläut wurde 1947 vom Grazer Glockengießer Ernest Szabo geschaffen.

Im Inneren der Wallfahrtskirche überrascht der neoromanische Hallenbau mit offenem Dachstuhl. Als heller, lichtdurchfluteter Saalraum leitet er den Blick direkt zum Hochaltar mit der Gnadenstatue Maria Fieberbründl. Die Ausstattung stammt großteils aus der Bauzeit der Gnadenkapelle. Viele Votivtafeln erinnern an die Wallfahrtsgeschichte, die, von außergewöhnlichen Mirakeln geprägt, in kurzer Zeit zahlreiche Pilger aus der gesamten Mittelsteiermark und dem angrenzenden Südburgenland zum Fieberbründl führte. Seit 1953 betreuen Kapuzinerpatres den Wallfahrtsort, der nach wie vor großen Zuspruch aus der näheren und weiteren Umgebung verzeichnen kann. Im schlichten Transeptbau von 1954 befindet sich seit 1994 die mächtige Rieger-Orgel.

Nach dem Verlassen der Wallfahrtskirche sei noch der Besuch der Bründlkapelle neben der Kirche empfohlen, die 1978 errichtet wurde. Hier befinden sich die jüngeren Votivtafeln, die rund um die viel ältere Bründlstatue angeordnet sind. Das Benetzen der Augen mit dem Bründlwasser ist ein Brauch aus den Anfängen der Wallfahrtszeit. Dem Wasser wird auch krampflösende Wirkung zugeschrieben.

Im Wald hinter der Kirche wurde mit der „Gradieranlage“ eine Freiluft-Inhalationsanlage geschaffen, bei der nach den Regeln des Pfarrers Sebastian Kneipp Salzwasser über Schlehdornzweige rieselt und die Luft mit Salzpartikeln anreichert.

 

 

Pfarre St. Johann bei Herberstein
Maria Fieberbründl
Pater Konrad Reisenhofer
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